Bläulinge  © Thomas Stephan

Presse

Willkommen im Pressebereich der Naturstiftung David. Sie finden hier eine kurze Information zur Naturstiftung David, aktuelle Pressemitteilungen und unser Logo. Zudem bieten wir Ihnen ausgewählte stiftungs- und projektbezogene Fotos zum Download an. Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie bitte unsere Pressesprecherin.

Pressemitteilungen

Die neue Ausgabe geht am 03.07.2020 an alle Haushalte der Region.

Die 20. Ausgabe des Hohe‐Schrecke‐Journals landet am 03. Juli zusammen mit dem Heimat‐Echo in allen Briefkästen im Projektgebiet. Das Heft stellt u. a. eine weitere touristische Attraktion neben der Hängebrücke vor: den Erlebnispfad Rabenswald, der im August als neues Angebot für Familien eröffnet wird. Leserinnen und Leser erhalten außerdem einen Einblick darin, wie die Naturstiftung David das Plateau der Hohen Schrecke renaturierte und welchen Arten dies zugutekommt. Ihre Artenkenntnisse erweitern können Interessierte auch in einem Artikel über die in der Hohen Schrecke heimischen Spechte. Ein Rückblick auf die Aktivitäten im Projektgebiet zeigt außerdem, dass die Region trotz der Einschränkungen durch die Corona‐Pandemie nicht stillstand. Wie in jedem Journal finden sich auch in Nr. 20 regionale Terminankündigungen sowie das traditionelle Kreuzworträtsel. Das Projektteam wünscht viel Freude beim Lesen!

Das Hohe-Schrecke-Journal ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Naturschutzgroßprojektes Hohe Schrecke. Es wird kostenlos an alle Haushalte in der Region verteilt, um die Bürgerinnen und Bürger umfassend über das Projekt zu informieren. Zugleich werden mehrere hundert Exemplare an interessierte Leserinnen und Leser im gesamten Bundesgebiet verschickt und damit überregional für einen Besuch in der Hohen Schrecke geworben. Die Auflage beträgt 8.000 Stück. Herstellung, Druck und Verteilung werden zu 90 Prozent vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie vom Thüringischen Umweltministerium gefördert. Die Naturstiftung David übernimmt die restlichen 10 Prozent der Kosten und wird dabei von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF), dem Umweltverband BUND und der Regina Bauer Stiftung unterstützt.

Pressekontakt:
Christin Brauer
Projektbüro „Hohe Schrecke"
Heidelbergstr. 1
06577 Braunsroda
Tel: 034673 7802‐90
projektbuero@naturstiftung-david.de
www.hohe-schrecke.de

Gemeinsam mit Wissenschaft, Forst und Ehrenamt auf der Suche nach der seltenen Waldfledermaus in Hessen

Bereits im Januar wurde sie zur „Fledermaus des Jahres 2020-2021“ gekürt. Nach Ende ihrer Winterruhe sucht sich die Mopsfledermaus nun vor allem in alten Bäumen mit abstehender Rinde, in Stammrissen oder Baumspalten ihre Sommerquartiere. Doch wo in unseren Wäldern gibt es Mopsfledermäuse? Wie nutzen diese Tiere ihre Lebensräume und wie lassen sich die Bedingungen für die bedrohte Art verbessern? Um diese Fragen zu beantworten, beginnen ab Mai in acht Bundesländern Feldforschungsarbeiten zur deutschlandweiten Verbreitung der Mopsfledermaus. Die Arbeiten sind Bestandteil eines bundesweiten Schutzprojekts im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Das Bundesland Hessen stellt eine der Forschungsregionen dar. Hier wird unter Leitung der Naturstiftung David vor allem in der Rhön, im Kellerwald und im Spessart nach Quartierbäumen der seltenen Fledermausart gesucht.      

Bis Ende der 1990er Jahre galt die Mopsfledermaus in Hessen als ausgestorben. Mittlerweile sind wieder elf Kolonien mit rund 200 Weibchen für das Bundesland nachgewiesen. Mit Unterstützung der Forstämter und Ehrenamtlicher soll nun das Wissen um die Verbreitung der Mopsfledermaus in Hessens Wäldern vertieft werden. „Das Land Hessen setzt sich im bundesweiten Verbundprojekt „Mopsfledermaus“ gemeinsam mit den Partnern dafür ein, die Lebensbedingungen dieser sehr gefährdeten Art in Hessen zu verbessern und ihre Wiederverbreitung zu sichern“, machte die Hessische Umweltministerin Priska Hinz deutlich. „Die im Projekt geplante Erarbeitung eines Leitfadens mit konkreten Maßnahmen für eine artgerechte forstliche Bewirtschaftung ist eine wichtige Grundlage. Die Einbindung der Forstämter in das Projekt sichert eine realistische Umsetzung und Akzeptanz in der Forstwirtschaft.“ Das Land Hessen fördert das Vorhaben mit 165.000 Euro. Dazu fließen rund 700.000 Euro Bundesmittel im Rahmen des Projektes nach Hessen.

Um zunächst die Verbreitung der kleinen Säugetiere in den hessischen Forschungsregionen zu untersuchen, werden unter anderem Ruferfassungsgeräte, sogenannten Mini-Batcorder, eingesetzt. Wenn eine Mopsfledermaus zwischen Baumwipfeln und an Waldrändern Kleinschmetterlinge jagt und dabei ihren unverkennbaren Ortungslaut ausstößt, zeichnen ihn diese Geräte auf. Gelingt der Nachweis der seltenen Art in einem Gebiet, werden anschließend einzelne Tiere von Forschenden mit Netzen gefangen und mit einem Sender versehen. Damit lassen sich die Quartiere der Fledermäuse ausfindig machen. Anhand dieser Erkenntnisse wird in Hessen die Raumnutzung sowie das Jagdverhalten der Mopsfledermaus untersucht, um später gemeinsam mit örtlichen Forstpraktikerinnen und -praktikern konkrete Schutzmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Die Naturstiftung David arbeitet dabei eng mit dem hessischen Institut für Tierökologie und Naturbildung zusammen. Der Landesbetrieb HessenForst unterstützt das Projekt über die Forstämter vor Ort.

Nicht nur in Hessen, auch in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen wird die heimische Mopsfledermaus untersucht. Die Feldforschungsarbeiten bilden den ersten zentralen Baustein für ein Verbundprojekt von Stiftung FLEDERMAUS, Naturstiftung David, NABU Baden-Württemberg, NABU Niedersachsen sowie der Universität Greifswald. Das Projekt zum Schutz und zur Förderung der Mopsfledermaus in Deutschland wird bis Dezember 2024 im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Über die Mopsfledermaus

Die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) zählt bundesweit zu den stark gefährdeten bzw. vom Aussterben bedrohten Arten. Sie bevorzugt naturnahe Wälder und hat einen ihrer europäischen Verbreitungsschwerpunkte in Deutschland. In den 1950er bis 1970er Jahren führten Quartierverluste und eine Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft zu dramatischen Bestandseinbrüchen. Pestizide reduzierten das Nahrungsangebot für die hoch spezialisierte Mopsfledermaus erheblich. Vielerorts wurde Alt- und Totholz in unseren Wäldern beseitigt und die Landschaft mehr und mehr durch Verkehrswege zerschnitten. Die anspruchsvolle Fledermausart überlebte in Deutschland und Westeuropa nur in wenigen Reliktgebieten.

Über das Projekt

Das Projekt „Schutz und Förderung der Mopsfledermaus in Deutschland“ hat zum Ziel, die Mopsfledermaus zu schützen. Ihre Lebensräume sollen optimiert und vernetzt werden, um der Verantwortung Deutschlands für den Erhalt der Art gerecht zu werden. Ein zentraler Baustein hierbei ist eine naturnahe Waldbewirtschaftung, denn sie fördert Baumstrukturen, die die Mopsfledermaus als Lebensraum benötigt. Daher engagiert sich das Projekt für eine enge Zusammenarbeit mit den öffentlichen wie privaten Waldeigentümerinnen und -eigentümern sowie der Forstwirtschaft. Gemeinsam sollen geeignete Schutzmaßnahmen für die Art in eine forstliche Nutzung integriert werden.

Das Verbundprojekt „Schutz und Förderung der Mopsfledermaus in Deutschland“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit 4,3 Mio. Euro gefördert. Die Teilprojekte des Vorhabens werden darüber hinaus von den jeweiligen Ländern und weiteren Partnern unterstützt. Das finanzielle Gesamtvolumen beträgt 5,44 Mio. Euro.

Website: www.mopsfledermaus.de

Weitere Infos: biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm

 

Ansprechpartner für Hessen                                     

Naturstiftung David

Trommsdorffstraße 5

99084 Erfurt

 

Jana Planek (Leiterin Teilprojekt, für fachliche Fragen)

Tel: 0361 55503-38

Mail: jana.planek(at)naturstiftung-david.de

 

Melanie Kleinod (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Tel: 0361 55503-36

Mail: melanie.kleinod(at)naturstiftung-david.de

Fleischqualität aus Thüringen genießen und gleichzeitig den Naturschutz fördern: Weidewonne-Lamm ab März auch online erhältlich

Ab 1. März wird es für interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher einfacher, Thüringer Lammfleisch aus der Landschaftspflege zu beziehen. Das Projekt Weidewonne startet über www.weidewonne.de den Onlinevertrieb von Lammfleisch heimischer Schäfereien, die im Naturschutz tätig sind. Angeboten wird eine Zusammenstellung verschiedener Fleischteile und Produkte, wie z. B. Lammschulter, Lammcarreè und Lammbratwurst, in drei unter-schiedlichen Paketgrößen. Partner für den neuen Onlinevertrieb ist der Bauernmarkt der TZG Ernstroda GmbH – ausgezeichnet als „NATURA 2000 Landwirt“. Beliefert wird der Be-trieb von Weidewonne-Schäfern aus der Region, u. a. der Agrarprodukte Schwabhausen e. G., der Agrargenossenschaft Drei Gleichen Mühlberg e. G. sowie der Johannes Maschke Schäferei. Das garantiert kurze Transportwege, wenig Stress für die Tiere und sichert eine hohe Fleischqualität.

Der Onlinevertrieb bietet eine einfache Möglichkeit, das Thüringer Lammfleisch nicht nur an Ostern, sondern ganzjährig auf den Speiseplan zu setzen und damit sich und dem Natur-schutz etwas Gutes zu tun. „Ein wichtiger Schritt, um auch diejenigen erreichen zu können, die bislang keine Möglichkeit hatten, Lammfleisch der Regionalmarke vor Ort zu kaufen,“ so Stefanie Schröter, Projektkoordinatorin von Weidewonne bei der Naturstiftung David. „Unser Ziel ist es, die wichtige Arbeit unserer Schäferinnen und Schäfer zu unterstützen, dazu gehört auch Hilfe bei der Vermarktung ihrer Produkte.“

Hintergrund:
Aufgrund struktureller Veränderungen in der Landwirtschaft sowie sinkender Nachfrage nach Lammfleisch und Wolle kämpfen viele heimische Schäfereibetriebe ums Überleben. Die Beweidung mit Schafen ist aber für den Erhalt typischer Wiesen und Steppenrasen unserer Kulturlandschaft und damit wertvoller Naturschutzflächen essenziell. Ohne diese „Pflege“ verbuschen sie und der Lebensraum für seltene lichtbedürftige Tier- und Pflanzenarten, wie Wildbiene oder Frühlings-Adonisröschen, verschwindet.

Um Thüringer Schäferinnen und Schäfer bei der Vermarktung ihrer Produkte sowie in Fragen der Landschaftspflege zu unterstützen, wurde vom Thüringer Umweltministerium die Marke Weidewonne entwickelt. Sie wird von der Naturstiftung David betreut und über das EU-kofi-nanzierte Naturschutzprogramm „Entwicklung Natur und Landschaft“ des Freistaates Thüringen sowie flankierend durch die Stiftung Naturschutz Thüringen gefördert.

Website: www.weidewonne.de

Pressekontakt: Naturstiftung David, Melanie Kleinod, Koordinatorin Öffentlichkeitsarbeit/ Presse-sprecherin, Tel.: +49 361 55503-36 E-Mail: melanie.kleinod@naturstiftung-david.de

Kontakt für inhaltliche Rückfragen: Naturstiftung David, Stefanie Schröter, Projektkoordinatorin Weidewonne, Tel: 034673 / 780291 E-Mail: stefanie.schroeter@naturstiftung-david.de

Neuer Ausbildungskurs zum Natur- und Landschaftsführer in der Hohen Schrecke startet im Februar

Anmeldungen noch bis 31. Januar möglich

Als Botschafterinnen und Botschafter ihrer Region vermitteln zertifizierte Natur- und Landschaftsführerinnen und -führer Naturerlebnisse, Heimatgeschichte und Regionalkultur. Am 29. Februar 2020 startet ein neuer Ausbildungskurs für das Naturschutzgebiet Hohe Schrecke.

Teilnehmende lernen die naturkundlichen Grundlagen der Hohen Schrecke kennen sowie Wissenswertes aus dem Themenumfeld Mensch-Kultur-Landschaft. Weitere Ausbildungsschwerpunkte bilden die Bereiche Kommunikation und Didaktik. Wer sich für eine Kursteilnahme interessiert, ist herzlich eingeladen die Informationsveranstaltung am Freitag, den 17.01., im Gutshaus v. Bismarck in Braunsroda zu besuchen. Beginn ist 18 Uhr.

Einzelheiten zum Ausbildungskurs:

Der Unterricht umfasst insgesamt 74 Zeitstunden, diese verteilen sich auf mehrere Wochenenden. Lehrgangsort ist Hauteroda. Die Eigenbeteiligung an den Kurskosten beträgt 150 EUR.

Der Ausbildungslehrgang wird vom Heimatbund Thüringen e. V. angeboten und in enger Abstimmung mit dem Projektbüro Hohe Schrecke durchgeführt. Das mit dem Kurs erworbene Zertifikat wird nach einem bundesweit einheitlichen Rahmenlehrplan vergeben, legt aber gleichermaßen Wert auf regionale Besonderheiten von Natur und Kultur.

Der Terminplan ist online auf http://www.hohe-schrecke.de einsehbar.

Kontakt Projektbüro Hohe Schrecke:

Christin Brauer, projektbüro@naturstiftung-david.de, Tel. 034673 - 780290

Melanie KleinodTelefon: +49 361 55503-36Mail schreiben

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