Hohe Schrecke  
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Gebühren von Wasser- und Bodenverbänden

Projektzeitraum: 01.06.2004 bis 31.12.2004
Gesamtsumme des Projekts: 5.120 Euro
Eigenanteil: 1.500 Euro
David-Förderung: 1.500 Euro

Viele Naturschutzorganisationen sind in den letzten Jahren Eigentümer wertvoller Naturschutzflächen geworden. Die Flächeneigentümer müssen in einigen Bundesländern Zwangsabgaben an sogenannte Wasser- und Bodenverbände zahlen. Allein für die von Umweltstiftungen und Naturschutzverbänden in Brandenburg erworbenen Naturschutzflächen fallen hier jährlich Kosten von 200.000 Euro an. Besonders ärgerlich ist, dass sich viele von den Wasser- und Bodenverbänden durchgeführte Maßnahmen negativ auf die Naturschutzflächen auswirken. So werden beispielsweise ökologisch wertvolle Feuchtgebiete entwässert oder Fließgewässer von Bewuchs „gereinigt". Ein weiteres Ärgernis ist die Berechnung der Gebühren. Während in Mecklenburg noch zwischen landwirtschaftlicher, forstwirtschaftlicher und Naturschutz-Nutzung differenziert wird, zahlen in Brandenburg alle Flächeneigentümer den gleichen Betrag. Insbesondere die Naturschutzorganisationen sehen nicht ein, dass sie auf diesem Wege die Landwirtschaft subventionieren sollen. Im Nationalpark Unteres Odertal hat die dortige Nationalpark-Akademie deshalb im Juni 2004 zu einer deutschlandweiten Tagung eingeladen. Bei der von der Naturstiftung David mit 1.500 Euro mitfinanzierten Veranstaltung wurden die verschiedenen Modelle diskutiert und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. In einem weiteren Schritt soll nun eine Gesetzesinitiative im Land Brandenburg eingebracht werden.

Kontakt

Internationalpark Unteres Odertal
Park 3
16306 Criewen