Hohe Schrecke  
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Interaktionsverhalten von Wölfen und Megaherbivoren

Projektzeitraum: 21.02.2018 bis 31.12.2020
Gesamtsumme des Projekts: 15.974 Euro
Eigenanteil: 0 Euro
David-Förderung: 3.000 Euro

Die Oranienbaumer Heide bei Dessau (NATURA 2000-Gebiet, Nationales Naturerbe im Eigentum der DBU Naturerbe GmbH) ist eines der biotop- und artenreichsten Gebiete in Sachsen-Anhalt. Zum Erhalt der Arten- und Lebensraumvielfalt auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz wurde hier auf 800 ha eine extensive Ganzjahresstandweide mit robusten Rinder- und Pferderassen eingerichtet. Im Jahr 2013 wurde erstmals ein territorialer Einzelwolf nachgewiesen. Aktuell zählt das Gebiet zum Kerngebiet eines größeren Wolfsrudels mit mindestens 6 Tieren. Ziel des auf drei Jahre angesetzten Projektes ist die Dokumentation, Analyse und Bewertung des Interaktionsverhaltens zwischen den Weidetieren und den anwesenden Wölfen mittels Telemetriedaten als Grundlage für die Entwicklung von Strategien im Umgang mit der Anwesenheit von Wölfen auf großen Weideflächen. Der für dieses Projekt besenderte Wolf „Gustav“ hat die Oranienbaumer Heide in der Nacht vom 15.03. auf den 16.03.2019 nach Westen hin verlassen und ist in Richtung Magdeburg abgewandert. Er erreichte am 16.4. die Nordseeküste, um anschließend über Schwerin bis nach Polen zu ziehen, wo er sich seitdem aufhält. Versuche zum Fang eines zweiten Wolfes scheiterten bisher. Die bereits vorliegenden Daten werden nun ausgewertet.

Kontakt

Prof. Hellriegel Institut e.V. der Hochschule Anhalt
Strenzfelder Allee 28
06406 Bernburg